Die Wahl des Objektiv, besser der Brennweite, ist die Grundentscheidung für das Foto. Landschaftsfotografie ist ja nicht die größte mögliche Zusammenpressung der Landschaft auf ein Bild mit Superweitwinkel, sondern die Darstellung meiner Sicht dieser Landschaft und ihrer Details.
Zur Illustration ein paar Bilder aus dem Hochmoor Todtenau im Bayerischen Wald.
Detail oder Übersicht, Tele oder Weitwinkel:

Gedehnt oder gestaucht, 80 oder 200mm:

Dann erfolgt die Wahl der Blende. Ein Landschaftsfoto muss nicht automatisch von vorne bis hinten knallscharf sein. Wenn der Vordergrund wichtig ist, kann der Hintergrund ruhig etwas unscharf sein - wichtig ist meiner Meinung, Beugungsunschärfe zu vermeiden. Entscheidend ist natürlich auch, ob das Bild nur im Internet präsentiert wird, oder ob es in einer Größe von 60x90cm an der Wohnzimmerwand hängen soll. Für die Webpräsentation ist es kein Problem, die Landschaft auch noch mit Blende 22 abzulichten - das Bild an der Wohnzimmerwand sollte man dann aber nicht aus 20cm Abstand betrachten.

Hier einfach eine Spielerei mit den Blenden 5.6, 8, 11 und 16. Wie immer, das Ergebnis ist Ansichtssache. Wie's einem halt gefällt.







